Aktivieren von PSM-FM auf einem IDES-System

Falls Sie das Fundsmanagement (PSM-FM) auf einem IDES-System aktivieren möchten, bekommen Sie ggf. eine der in Hinweis 1718975 beschriebenen Fehlermeldungen. Um die in IDES bewusst mit Z_LEAVE ausgeschaltete  Möglichkeit zur Aktivierung des PSM-FM zu umgehen, folgen Sie bitte je nach Art des Fehlers der entsprechenden Anleitung im Hinweis.

Achtung:

  • Für den Zugriff auf die o.g. Hinweise benötigen Sie einen Benutzer im Marketplace der SAP.
  • Die Aussagen der Hinweise liegen in der Verantwortung der SAP. Ebenso trifft dieser Blog, der nicht im Namen der SAP spricht, keine Aussagen zur Vollständigkeit der Betrachtung – ggf. sind weitere Hinweise oder Aktualisierungen verfügbar und müssen individuell vor dem für Sie relevanten System-Szenario betrachtet werden.

Fortschreibung in SAP PSM – alle Tage wieder…

Weist der Tagesabschluss in SAP PSM (heißt mittlerweile „Abschluss Buchungstag“) eine Differenz aus, besteht die Analyse häufig aus zwei grundlegenden Schritten, die im Folgenden beschrieben werden sollen. Bitte beachten Sie, dass hier nur der allgemeine Fall beschrieben werden kann. Ob ein bestimmter Beleg bei Ihnen wirklich fachlich falsch fortgeschrieben wurde oder ob die Fortschreibung so erfolgt ist wie gewünscht, können Sie bzw. Ihr Berater nur individuell entscheiden.

  1. Lauf des RFFMRC07 mit anschließender Detailanalyse etwaiger Fehler
  2. Analyse von Buchungen mit spezieller Fortschreibung (häufig über eine FMDERIVE-Sonderaussteuerung über Jahresabschlussbelegarten, etc.)

Da der zweite Schritt auf Dauer manuell einigermaßen mühsam sein kann (insbesondere wenn ein nicht inbeträchtlicher Zeitraum zum letzten Tagesabschluss vergangen ist), möchte ich Ihnen im Folgenden ein kurzes Programm mit auf den Weg geben, welches eine entsprechende Analyse sehr einfach automatisiert. Ich habe es bewusst in grobem Pseudocode geschrieben, um Ihnen nicht jeglichen Spaß und Kreativität an der Eigenentwicklung zu nehmen:

REPORT ZPSM_SEEKER.

SELECTION-SCREEN

Belegarten zum Übersteuern der Fortschreibung (z. B. für den Jahresabschluss oder die Anlagenbuchhaltung)

Geschäftsjahr

Finanzkreis

Suche Finanzpositionen mit Finanzvorgang 80/90

Suche die Sachkonten heraus mit diesen Finanzpositionen (beinhalten damit sowohl Bank-, als auch Bankverrechnungskonten sowie ggf. Festgeldkonten, etc.), im Folgenden vereinfacht FI-Bankkonten genannt

Fehlerhafterweise nicht fortgeschrieben.

Suche aus den FI-Einzelposten die folgenden Belege

Finanzkreis eq Finanzkreis aus Selektion

Geschäftsjahr eq Geschäftsjahr aus Selektion

Belegart eq Übersteuerungsbelegart aus Selektion

Sachkonto eq FI-Bankkonten

PSM-Kontierung ne Finanzposition mit 80/90er Finanzvorgang

Return

Liste „Beleg ggf. fehlerhaft nicht fortgeschrieben“

Fehlerhafterweise fortgeschrieben. (genau umgekehrt zum Vorhergehenden)

Suche aus den FI-Einzelposten die folgenden Belege

Finanzkreis eq Finanzkreis aus Selektion

Geschäftsjahr eq Geschäftsjahr aus Selektion

Belegart eq Übersteuerungsbelegart aus Selektion

Sachkonto ne FI-Bankkonten

PSM-Kontierung eq Finanzposition mit 80/90er Finanzvorgang

Return

Liste „Beleg ggf. fehlerhaft fortgeschrieben“

Goodie: Tagesabschluss

Filtere aus den o.g. Listen diejenigen heraus, deren FI-Bankkonten nicht in einem Verdichtungsschlüssel des PSM-Tagesabschlusses liegen

Return Liste „Konten fehlen ggf. in Verdichtungsschlüssel“

Ausgabe

Liste „Beleg ggf. fehlerhaft nicht fortgeschrieben“

Liste „Beleg ggf. fehlerhaft fortgeschrieben“

Liste „Konten fehlen ggf. in Verdichtungsschlüssel“

ENDFORM.

Neben diesen Fehlerquellen können selbstverständlich noch weitere bestehen (z. B. nicht über FMUP abgefangene „Verbotene Geschäftsvorfälle“), die jedoch immer einer sehr individuellen Analyse bedürfen. Das Gleiche gilt für notwendige Korrekturbuchungen, wobei sich hier meist ein recht einfaches und individuell anwendbares Schema ergibt.

Was sind eigentlich „Vereinfachungselemente/Simplification Items“ (auch, aber nicht nur unter S/4 HANA)?

Da wir in diesem Blog in letzter Zeit häufig auf die Vereinfachungselemente unter S/4 HANA verwiesen haben, erreichten uns Fragen danach, was diese als eigenes Konstrukt eigentlich bedeuten.

Innerhalb der allgemeinen SAP-Hilfe findet man eine sehr gute Erklärung zu den Vereinfachungselementen und deren Vorteile im Rahmen eines Upgrades. Auch die korrekte Verwendung der Vereinfachungsdatenbank wird anschaulich und umfassend erläutert. Wenn Sie ansonsten konkrete Fragen hierzu haben, helfen wir natürlich auch gerne.

Achtung:

  • Ggf. wurde der oben genannte Link mittlerweile aktualisiert. Falls dem so sein sollte, würden wir uns über einen kurzen Hinweis sehr freuen.
  • Die Aussagen der Dokumentationen liegen in der Verantwortung der SAP. Ebenso trifft dieser Blog, der nicht im Namen der SAP spricht, keine Aussagen zur Vollständigkeit der Betrachtung – ggf. sind weitere Dokumentationen, Hinweise oder Aktualisierungen verfügbar und müssen individuell vor dem für Sie relevanten System-Szenario betrachtet werden.

Upgrade auf S/4 HANA bei Verteilung von SD und FI-CA

Wenn Sie SAP SD und das Vertragskontokorrent unter FI-CA (bzw. PSCD) auf verschiedenen Rechnern laufen lassen, haben Sie bisher die BusinessFunction LOG_SD_FICA_DISTRIBUTED aktiv geschaltet, um den Austausch zwischen den Modulen sicher zu stellen. Wie in Hinweis 2239189 beschrieben, steht diese Verteilungsfunktion unter S/4 HANA noch (bitte die Aktualisierungen des Hinweises sowie die Meldungen der S/4 HANA-Konvertierung beachten) nicht zur Verfügung. Die Einzelfunktionen sowie deren Zusammenspiel innerhalb des gleichen Systems stehen natürlich weiterhin zur Verfügung. Allerdings kann bei aktivierter BusinessFunction LOG_SD_FICA_DISTRIBUTED noch keine Konvertierung zu S/4 HANA erfolgen. Diese BusinessFunction ist allerdings reversibel.

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Spezielle Funktion des PSM-FM für deutsche Kommunen unter S/4 HANA

Wie im Hinweis 2226072 beschrieben, wird unter S/4 HANA die spezielle Funktion für deutsche Kommunen im PSM-FM eingestellt. Dies bedeutet selbstverständlich nicht(!), dass deutsche Kommunen das PSM-FM nicht mehr nutzen können. Der Hinweis bezieht sich vielmehr auf die Funktionalitäten der klassischen Budgetierung wie hier beschrieben. Neben der eigentlichen Funktionalität sollten bereits vor einem Upgrade insbesondere Eigenentwicklungen überprüft werden, welche auf die im Hinweis beschriebenen Tabellen und Strukturen zurückgreifen (deshalb auch hier der ergänzende Verweis als Referenz).

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Business Function LOG_SD_ADVORD aus dem SD unter S/4 HANA

Die BusinessFunction LOG_SD_ADVORD „Erweiterte Auftragsbearbeitung und Fakturierung“ ist gemäß dem Hinweis 2223800 unter S/4 HANA nicht mehr verfügbar. Kunden aus dem Public Sector, welche aktuell diese Funktionalität oder Eigenentwicklungen in diesem Kontext verwenden, sollten frühzeitig alternative Implementierungen prüfen.

Achtung:

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Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir…

Da häufig die Frage kommt, wie man am besten etwas tiefer in das Thema HANA einsteigen kann, möchte ich heute zwei OpenSAP-Kurse empfehlen, die beide im März beginnen:

  1. Implementation of SAP S/4HANA: eine Einführung in die Umsetzungsmöglichkeiten von S/4 HANA – cloud bzw. on-premise
  2. Software Development on SAP HANA (Delta SPS 11): für die Entwickler unter uns

Bitte beachten: es handelt sich bei den o.g. Links um externe Angebote, die nichts mit der Marlin Consulting zu tun haben.

Szenario-Informationen für den Einsatz von SAP Accounting powered by SAP HANA 2.0 im Public Sector

Der Zusammenhang zwischen Szenarien aus dem Public Sector (PSM, PSCD, SLcM, DFS) und SAP Accounting powered by HANA 2.0 – bisher auch bekannt als Simple Finance – ist im ständig aktualisierten Hinweis 2148944 nachzulesen. Dies betrifft insbesondere den Zusammenhang zwischen den Releases der Public Sector Bestandteile und SAP Accounting (inkl. der Problematiken ACDOCA ó FMGLFLEXx/PSGLFLEXx).

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  • Für den Zugriff auf die o.g. Hinweise benötigen Sie einen Benutzer im Marketplace der SAP.
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SLcM-Modulbuchung stornieren wieder möglich

Mit dem neuen Hinweis 2273032 ist es im SLcM wieder möglich, gebuchte Module zu stornieren. Ob es allerdings fachlich sinnvoll ist, im großen Umfang Module im Status „gebucht“ zu stornieren oder dies ggf. nur für Vorstufen wie z. B. Reservierungen einer Buchung im Standardfall zu ermöglichen, ist stark von Ihrem gewählten Statuskonzept und den ggf. daran hängenden Prozessen (inkl. Bescheid-, etwaigen Material- und Ressourcenprozessen) abhängig. Deshalb ist gerade in Online-Szenarien zu Modulbuchungen ein differenziertes Statuskonzept zu erstellen.

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SAP – aber sicher

Beim Thema „Sicherheit im SAP“ denken die meisten sofort an Berechtigungen. Zwar sind Berechtigungen ein wichtiger Baustein mit entsprechender Außenwirkung, jedoch steht er gleichberechtigt neben anderen Elementen, die sich ausgehend von der untersten Systemschicht grob wie folgt aufbauen (für eine Darstellung in diesem Beitrag im Sinne eines Einstiegs haben wir bewusst auf eine Strukturierung z. B. nach IT Grundschutz verzichtet).

Sicherheit auf Ebene (immer mit SAP-Bezug) von:

  • Datenbank
  • Betriebssystem
  • Netzwerk und interne Kommunikation (inkl. Schnittstellen und der Kommunikation zwischen SAP-Systemen über RfC)
  • Kommunikation nach außen (z. B. SAP Gateway, Zugänge über eRecruiting, in der Fläche genutzte Applikationen wie Anträge und Freigabeworkflows, etc.)
  • Backend (Server und Archive) mit beispielsweise
    • Parametrisierung auf System- und Mandantenebene
    • Secure Audit Log
    • Tabellenprotokollierung (generell und HCM-spezifisch)
    • Aktives Monitoring
    • Absicherung von Eigenentwicklungen
  • Anwendungsebene mit beispielsweise
    • Berechtigungen (auf Fach- und ) sowie Notfalluser
    • Datenextraktion
    • Fachbezogene Sicherheitsthemen (im Fall des SAP PSM beispielsweise die [alten] Sicherheitshinweise aus Hinweis 1515232 oder die verschiedenen Möglichkeiten zur Ableitung von Buchungen in überziehbare Deckungsringe wie z. B. hier beschrieben)

Für jede dieser Ebenen und der dort relevanten Sicherheitselemente werden jeweils im Plan und im Ist drei Dinge benötigt:

Plan (für jede Ebene)

  • Konzept zur Aktivitäts-/Zugriffsprüfung
  • Konzept zur Protokollierung
  • Konzept zu Kontroll-, Berichts- und Überwachungsaktivitäten

Ist (für jede Ebene)

  • Einstellungen und Dokumentation der Aktivitäts-/Zugriffsprüfung
  • Einstellungen und Dokumentation der Protokollierung
  • Nachweis von Kontroll-, Berichts- und Überwachungsaktivitäten

Einzelne Konzepte wie z. B. ein Notfallkonzept und dessen periodische Erprobung können parallel zu den o.g. Konzepten, Einstellungen und Berichten bestehen. Erst aus dem Zusammenspiel all dieser Elemente kann ein auf das SAP bezogenes internes Kontrollsystem entstehen, da ein Element ohne das andere wirkungslos ist. Wem nützt beispielsweise eine Protokollierung, die nicht geregelt überwacht wird? Wie soll man eine Aktivitätsprüfung im Ist kontrollieren, wenn man den zugehörigen Soll-Zustand nicht kennt?

Um einen ersten Weg in die Fragestellungen zu finden, die auf jeder Ebene und in Bezug auf das jeweilige Plan und Ist wichtig sind, existieren mit dem SAP Security Guide (Quelle: SAP AG) und den IT-Grundschutzkatalogen (Quelle: BSI) gute Einstiegspunkte.

Den einzelnen o.g. Ebenen werden wir uns zukünftig periodisch in Ausschnitten widmen, damit Sie einzelne Aspekte bereits besser einschätzen können. Sollten Sie hierbei besondere Wünsche und/oder Anmerkungen haben, sprechen Sie uns gerne an.